geeignete Bogenbauhölzer...

Wenn man einen Bogen bauen möchte, stellt sich natürlich erst einmal die Frage welchen Bogentyp ich bauen will...
Zweitens ist sehr wichtig: Welches Holz wäre das beste für mein Vorhaben?
Nun gibt es ja die unterschiedlichsten Holzarten auf unserem schönen Planeten...Manche sind gut geeignet Andere wiederum gar nicht...
Damit Sie die richtige Wahl für ihr Projekt wählen und der Bogen nicht wie oben auf dem Bild im Feuer endet, hier eine kleine Auflistung geeigneter und ungeeigneter Hölzer...

Hölzer für Selfbows...


Ob englischer Langbogen, amerikanischer Flachbogen oder Recurvebogen, diese Hölzer eignen sich hervorragend für den Bau von Selfbows.

  • Eibe 
  • Hickory
  • Osage Orange
  • Ulme
  • Elsbeere
  • Bambus (kein Holz sondern Gras)
  • Bergahorn
  • Esche
  • Goldregen
  • Haselnuss
  • japanische Kirsche
  • Kirsche
  • Lemonwood
  • Nussbaum
  • Pfaffenhütchen
  • Pflaumenholz
  • Rattan / Manau (kein Holz sondern eine Liane)
  • Robinie

Hölzer für Kompositbogen...


Für die kleinen Reiterbögen muss man zwei verschiedene Holzarten benutzen, eine zugstabile Holzart für den Bogenrücken (Backing) und eine druckstabile Sorte für den Bogenbauch (Facing)

Folgende Hölzer eignen sich hierfür hervorragend:

zugstabile Hölzer...
(für ein Backing geeignet)

  • Eibe
  • Esche
  • Bambus
  • Hickory
  • Rattan / Manau

 
druckstabile Hölzer...

(für eine Facing geeignet)

  • Eibe
  • Goldregen
  • Kirsche
  • Massaranduba
  • Osage Orange
  • Pflaumenholz

weniger geeignete Hölzer

Die folgenden Hölzer sind sehr weich und instabil. Falls jemand doch hieraus einen Bogen zaubern möchte benötigt man viel Erfahrung und es ist äußerste Vorsicht geboten. Mit einem Backing könnte man den Bogen evtl. stabilisieren:
  • Fichte
  • Kiefer
  • Zeder
  • Zitterpappel (Espenholz)

völlig ungeeignete Hölzer

Hölzer die zum Bogenbau überhaupt nicht geeignet sind, zumal sie weder druck- noch zugstabil, zu porös etc. sind:
  • Erle
  • Linde
  • Pappel
  • Rotbuche
  • Weide

Jedoch Vorsicht...

...egal welches Holz Sie verwenden um einen Bogen daraus zu bauen. Es ist immer wichtig Schutzmaske und/ oder Brille zu tragen.
Jedes Holz hat von Natur aus Inhaltstoffe die den Baum oder Strauch gegen äußere Einflüsse (ob Wetter, Tier oder Insekt etc.) schützen.
Diese Stoffe können auch für den Menschen gesundheitschädlich sein. So ist zum Beispiel die Eibe ein sehr gutes Bogenholz und
sehr geschätzt, aber auf der anderen Seite recht giftig, Stamm, Nadeln und Früchte sind mit einem Gift versehen, welches beim Staub
einatmen gesundheitschädlich ist. Also sollte ... auch bei anderen Holzsorten eine Staubmaske getragen werden. ;)

Fazit:

Ein Bogen muss hohen Zugbelastungen (im Bogenrücken) und starken Druckbelastungen (im Bogenbauch) stand halten. Viele der oben aufgelisteten Holzarten weisen eine erheblich höhere Zugfestigkeit als Druckfestigkeit (im Verhältnis Zugfestigkeit / Druckfestigkeit ca. 2/1) auf. Bei den meisten Hölzern ist es so, das sie Druck und Zugbelastungen verschieden aufnehmen, ohne Schäden im Holz zu hinterlassen.
So muss das Verhältnis  der Wurfarmstärke (Dicke) zum minimalen Biegeradius (bei Vollauszug) stimmen.
© copyright 2018 by
liquid-bows.net

Quickcontact:

André Kahmen
Jupiterweg 6
59929 Brilon

mobil      0160 541 45 10 
mail        info@liquid-bows.net
web        liquid-bows.net